Unser Schulprojekt TIS in Itobo
Wir wurden von Hamza, Joshua, Lehrerinnen und Lehrern und der Familie von Hamza herzlich empfangen. Was wir angetroffen haben, hat uns sehr beeindruckt.
Im Garten wachsen Gemüse und Obst. Es funktioniert: Eltern, die praktisch kein Schulgeld für ihre Kinder bezahlen müssen, halten die festgelegte Arbeitszeit (täglich vier Stunden, dies während acht Tagen im Monat) ein.
In der Schule haben wir seit Januar einen neuen Lehrer, der einen sehr positiven Einfluss auf die Kinder hat: Er ist einerseits fachlich kompetent (die kleinen Kinder sprechen schon richtig gut Englisch) und andererseits bringt er eine gute Mischung aus "laut" sein und sich austoben und "still sein und sich konzentrieren" in den Unterricht. Wir konnten während der Lektion sehen, wie viel Spass die Kinder haben und wie begeistert sie mitmachen.
Auch beim Essen rennen und lärmen die Kinder nicht mehr umher, sondern essen, sprechen mit den Tischnachbarn und sagen am Schluss "Danke für das Essen" beim Herausgehen.
Dank Spenden können wir den Znüni und den Mittagstisch regelmässig viermal pro Woche anbieten. Dabei gibt es nicht nur Reis oder Mais. Es wird Wert auf gesunde Ernährung gelegt: Gemüse und Obst. Zum Znüni gibt es immer einen Porridge und ein Stück Obst, zum Mittagessen immer Gemüse, Obst und neuerdings auch ab und zu eiweissreiche Lebensmittel. Wir werden Hühner kaufen, damit die Schule eigene Eier zur Verfügung hat. Die grösseren Kinder kümmern sich unter Aufsicht um die Hühner, misten den Hühnerstall aus und lernen so, Verantwortung zu übernehmen.
Gesundheitschecks: Neu hat die Tumaini-itobo-school (TIS) Gesundheitschecks eingeführt. Die Kinder werden vor allem auf Mangelernährung hin überprüft. Wir werden noch Augentests hinzunehmen, damit gegebenenfalls mit einer Brille das Lernen erleichtert werden kann.
Die Toilettenanlage mit Steh-WCs für Mädchen und Jungen und je einer Toilette für Mädchen und Jungen mit einer Behinderung sind fertiggestellt.
Die Bienenstöcke, die wir letztes Jahr gekauft haben, werfen breits schon einen beachtlichen Ertrag ab, der der Schule zugutekommt. Der Honig aus dieser Region ist weit über die Region hinaus bekannt, bis nach Kenia.